Hier in Darmstadt ist der Wohnraum mal wieder eng. Viele Studienanfänger beschweren sich, dass sie keine bezahlbare Wohnung finden. Jetzt überlegt sogar schon ein AStA als Protestaktion einen Wohnwagenpark aufzustellen. Damit könnten die Ersties vorerst eine "Wohnung" bekommen und es würde öffentlicher Druck auf die Stadt ausgeübt werden.
Gleichzeitig kam bei uns in der Fachschaft die Frage auf, was denn mit den alten Ami-Siedlingen ist, die ja mittlerweile aufgegeben wurden (siehe auch
FAZ: Kasernen in schönster Villenlage). In dem alten Artikel steht noch zu Anfang:
31. August 2007 Auf Darmstadts Stadtbaurat Dieter Wenzel (SPD) und seine Mitarbeiter kommt in den nächsten zwei bis drei Jahren viel Arbeit zu.
Also habe ich mal eine Anfrage als Fachschaft an die Städteplaner geschickt. Eine Woche später traf die Antwort per Mail ein. Diese muss man sich auf dem Mund zergehen lassen - da wird erst untersucht, dann geplant, Konzepte aufgestellt und dann erst weiß man welche Nutzergruppen dort wohnen sollen:
Ihre Nachfrage nach Möglichkeiten Wohnraum für Studenten und
Studentinnen auf der Lincoln-Siedlung zu schaffen können wir Ihnen
derzeit noch nicht abschließend beantworten.
Die Lincoln-Siedlung gehört, nach Abzug der amerikanischen
Streitkräfte, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die
Stadt steht in Verhandlungen mit der BImA über den weiteren
Entwicklungsprozess der vorhandenen Liegenschaften. Für eine Nachnutzung
sind verschiedene Grundlagenuntersuchungen notwendig
(Verkehrsbelastungen, Altlasten, Zustand der technischen Infrastruktur
etc.), diese sind in Arbeit. Je Nach Ergebnis werden im Anschluss
weitere planerische Schritte eingeleitet, so dass dann anschließend ein
Konzept zur Nachnutzung und auch über Nutzergruppen aufgestellt werden
kann.
Was die BImA da alles im Angebot hat und wie die das sich schon alles vorstellen, kann man in ihrer
Broschüre für Hessen nachlesen. Da sieht man auch das Potential:
Jefferson-Wohnsiedlung: ca. 34 ha, drei Wohngebäude mit 117 Appartements und zwei Unterkunftsgebäude mit über 140 Zimmer
Lincoln: 33 Wohnhäuer mit 588 Wohneinheiten auf rund 24 ha.
Griesheim-Airfield: rund 22,4 ha mit eigenem Heizkraftwerk - das soll wohl Gewerbegebiet werden