Die letzten zwei Tage war ich auf dem großen IPv6-Kongress in Frankfurt. Ausgetragen von Heise, Decix, AVM und einigen weiteren traf sich das Who-is-Who der deutschen Internetszene.
Die Vorträge am ersten Tag waren recht interessant - viel interessanter waren jedoch die Gespräche dazwischen. Leider waren manche Vortragende in der Praxis nicht (mehr?) so auf dem aktuellen Stand. Es wurden die üblichen Probleme (Roque Router etc.) angesprochen, aber beim Nachhaken welche Tools denn empfohlen werden, kam häufig nichts raus.
Ndpmon kann zwar das Gewünschte, aber stürzt bei mir regelmäßig ab. Rafixd aus dem Kame-Projekt ist nicht direkt auf Linux lauffähig und soll auch nicht immer so gut laufen
Fazit: wir haben immer noch das Henne-Ei-Problem. Keine Nachfrage nach Content -> kein Content -> keine Nachfrage nach Infrastruktur -> keine Infrastruktur -> keine Möglichkeit Content abzurufen...
Am Mittagstisch wurde dann die These aufgestellt, dass nur ein paar Porno-Anbieter auf IPv6 umsteigen müssten und wir hätten weltweit IPv6 innerhalb von kurzer Zeit ausgerollt.
Als Anreiz müsste man nur einen Altersverifikationsheader erfinden
Nebenbei habe ich wohl Dell ein wenig das Geschäft vermiest - ein Mitarbeiter einer größeren Firma saß mit einem Latitude E6500 rum und ich fragte ihn ob bei ihm auch schon das Display-Bezel gebrochen wäre. Ein erstaunter Blick von ihm und danach ein prüfender Blick später war klar, dass beide Seiten gebrochen waren

Nun ja, kein Problem - der Techniker muss gerufen werden. Nur hat seine Firma ein Deployment von über 100 Laptops ausstehen...