Ich habe Anfang 2008 einen kleinen Server aufgesetzt. Aufgrund des beschränkten Budgets und dem Anspruch vier Netzwerkinterfaces zu haben, fiel die Wahl auf ein Asus P5BP-E/4L. Eigentlich ein sehr nettes Board. Da ich mich auf Festplatten nicht mehr verlasse, verwendete ich ein RAID aus zwei Festplatten. Es bot sich die Raid-Funktionialität des Intel ICH7R Chipsatzes an.
Die Installation war ein wenig umständlicher (initrd-Image nötig), aber irgendwann lief es dann.
Am Freitag kamen dann die Nagios-Meldungen: eine Platte ist ausgefallen und die Load schoss auf über 200 - der Server war nicht mehr erreichbar. Vor Ort erstmal per Sysrq einen halbwegs sauberen Reboot ausgelöst und über die Bios-Meldung gewundert: die RAIDs auf den zwei Platten sollten angeblich ok sein. Ein Boot funktionierte dann auch aber ein anschliendes Auslesen der HDD mit dd führte zu einem erneuten Crash. Also stand fest, dass die Platte kaputt ist und sie wurde ausgebaut. Mangels direktem Ersatz sollte der Server erstmal wieder online gehen. Das Bios meldete korrekterweise, dass das RAID1 degraded ist und das RAID 0 nicht verfügbar - kein Problem da auf dem RAID 0 nur Temp-Directories und der Squid-Cache liegt.
Allerdings kam der Boot nicht weit - direkt im initrd wurde das Mapper-Device nicht gefunden. Mit der Shell fand ich dann schnell heraus, dass dmraid Probleme hatte:
ERROR: isw: unsupported map state 0x2 on /dev/sda for System
Fazit: Intel Software-Raid ist jetzt nach Promise auf meiner persönlichen Blackliste - jedenfalls was Linux angeht. Der Controller ist jetzt auf AHCI runterstuft und demnächst kommt da ein Linux Software-RAID drauf..