Ich habe heute meinen Abend (neben dem TV-Programm) damit verbracht, den Vanilla-Kernel als Xen domU laufen zu lassen. Eigentlich dachte ich das kann doch kein Problem sein: nur einen neuen Kernel bauen, Xen domU neu anlegen und fertig. Aber weit gefehlt.
Das erste Problem war, dass der Kernel nicht booten wollte: das boot device wurde nicht gefunden ("VFS: Unable to mount root fs"). Aber immerhin gibt es eine Liste der gefundenen Devices: xvda1 sowie ein paar mehr.
Also erstmal das root-Device in der domU-config geändert und die fstab angepasst. Nächstes Problem: die Devices xvda1, xvda2 und xvda3 existieren nicht (ja, ich verwende kein udev für domUs). Also per mknod angelegt und schon konnte das System wieder booten. Nur blieb die Ausgabe einfach nach dem Start der Daemons stehen - kein Loginprompt und auch keine Reaktion auf Sysrq-Befehle (Strg+O). Nach einiger Suche (und einigen Fehlinfos zum Thema xencons) war dann klar: das Konsolendevice ist hvc0. Dies muss erstmal wieder per mknod angelegt werden und dann noch in inittab und securetty eingetragen werden (danke an
ganto für den Hinweis/Anleitung).
Warum ich das ganze trotzdem machen will: die Xen-Sources von Gentoo sind hoffnungslos veraltet. Weiterhin kann ich so die GRSec-Patches verwenden.