P2P ist schön. Bekannt geworden durch diverse Filesharing-Dienste ist P2P mittlerweile recht verbreitet.
Aber in der letzten Zeit nutzen immer mehr Firmen P2P für ihre Dienste.
Sei es nun Blizzard, die ihre WoW-Patches darüber verteilen oder Microsoft, die es für große Downloads nutzen (
Microsoft Secure Content Downloader).
Das besondere hierbei: dadurch sparen die Firmen jede Menge. Nicht nur Server und Internetanbindung können geringer ausgelegt werden - auch die Traffickosten sinken.
Dieses Prinzip funktioniert solange wie andere diese Kosten übernehmen. Bei den ganzen Downloadern ist es nicht wirklich das Problem - jeder bekommt ja für seine Leistung (Upload) eine direkte Gegenleistung (halt seinen gewünschten Download).
Wenn man sich nun aber Skype anschaut, wird zumindestens mir schnell klar, dass da noch einiges im Argen liegt. Schon in der EULA steht drin, dass Skype Prozessorzeit und Bandbreite "verbrauchen" darf.
Das Ärgerliche am Skype-Protokoll ist aber nicht nur dass es nicht offengelegt ist sondern auch, dass es Rechner mit schneller Anbindung bevorzugt als Knoten einsetzt.
Für alle DSL-Benutzer ist das (meistens) kein Problem: die Flatrate dürfte das weit verbreiteste Modell sein. Aber in den höheren Kategorien wie Standleitung oder gar Uni-Anbindung wird immer noch pro verbrauchten Traffic bezahlt.
Da wird also nicht nur die Bandbreite verbraucht sondern auch noch Kosten abgeschoben.
Im reinen Idle-Betrieb hat mein Skype-Client gerade sechs Verbindungen offen:
Israel
Taipeh
USA
Russland
Frankreich
Bulgarien
Kein Netz davon ist auf den Namen von Skype eingetragen...
Ich bin mir sicher, dass in den nächsten Monaten immer mehr Firewall-Hersteller Skype-Blocker als Feature anbieten werden weil einfach Nachfrage seitens großer Firmen da ist.