Heute habe ich mal wieder schnell ein Linux gebraucht. Ich wollte keine Zeit mit aufwändigen Config-Änderungen verbringen und entschied mich somit für Ubuntu Version 7.04. Da ich für das Projekt Rechenpower benötigte, war das Ziel mein Gaming Rechner.
Nachdem endlich die Live-CD gebootet war (irgendwas hat ewig lang gebraucht und es war kein Hinweis wie man den blöden Bootscreen ausschalten kann ohne es direkt beim Booten einzustellen. Die mir bekannten Tastaturkombinationen gingen auch nicht) ging die Installation schnell über die Bühne. Nach dem obligatorischem Reboot war erstmal Patchen angesagt (immerhin gab es hiervor eine direkte Aufforderung). Wenn man dann gerade mal wieder über eine langsame Internetverbindung online ist, merkt man welche Datenmengen da anfallen - über 175 MB bedeuten quasi eine ebenso lange Installationszeit wie Download/Patch-Zeit

Gerade bei OpenSource würde ich erwarten, dass ein Server die Installations-CD immer wieder aktuell hält - da steckt ja quasi kein Aufwand dahinter.
Wobei mir heute wieder mal negativ aufgefallen ist, dass unter Debian (und somit auch Ubuntu) immer noch ein Programm gleichzeitig Pakete managen darf. Blöderweise wird das Lock schon während des Downloads gesetzt. Also eine halbe Stunde lang keine anderen Pakete parallel installieren

Da lobe ich mir doch emerge.
Nachdem ich mir dann endlich
dvdrip installiert hatte und meine ersten Schritte unternahm, stolperte ich über eine fehlende Abhängigkeit: die vorbis-tools fehlten. Ein Bugreport dazu existiert schon seit knapp zwei Monaten.
Das VIDEO_TS Verzeichnis wollte ich mir noch von meinem Notebook saugen. Dank integrierten SMB-Client sollte das kein Problem sein: einfach mit Server verbinden, Freigabe auswählen und den passenden Ordner kopieren. Aber dann wurde es komisch: ich konnte den Ordner markieren und per Rechtsklick Kopieren anwählen aber ein Einfügen im Lokalen Ordner hatte keine Wirkung. Nur verschwand dann auf einmal der Ordner in der Auflistung der Ordner unter der Freigabe - ohne jede Fehlermeldung.
Also versuchte ich den umgekehrten Weg: eine Freigabe auf dem Rechner einrichten. Schnell dafür Samba installiert und über die grafische Oberfläche ein Share angelegt. Nur steht dort kein Hinweis auf den User. Da ich mich mit Samba auskenne, war das kein Problem - einfach mit smbpasswd einen neuen Benutzer angelegt.. So funktionierte dann auch das Kopieren der DVD-Dateien..
Besonder ärgerlich war jedoch die fehlerhafte Auflösung. Auch nach der (löblicherweisen sehr einfachen) Installation der Nvidia-Treiber (inkl. anschließendem Reboot) war das höchste der Gefühle nur eine 1280er Auflösung. Das sieht auf einem 1680er Widescreen TFT natürlich nicht gerade berauschend aus. Dadurch entsteht das Gefühl, dass man irgendwas beim DVD-Konvertieren falsch gemacht hat, wenn man statt einem Kreis ein Oval sieht
Als Spielerei habe ich dann mal die Desktop Effects ausprobiert. Leider wurden alle Fensterinhalte nach Aktivierung unscharf. Also schnell wieder aus geschaltet.
Fazit: Ubuntu wird so langsam immer besser. Für ein "Out of the Box alles korrekt" ist aber noch ein gutes Stück Weg übrig