Gerade habe ich meine erste Runde World of Warcraft im Offline Modus hinter mir: das
World of Warcraft Brettspiel.
Zwar ist der Preis happig und hat mich erstmal abgehalten das Spiel zu kaufen, aber auf Empfehlung einer Freundin wurde es gestern gekauft
Schon allein die Packung ist happig: vom Gewicht und der Größe. Beim ersten Auspacken merkt man schon was man vor sich hat: eine riesen Spielkarte (WoW-Spieler werden die Gebiete sofort wiedererkennen), etliche Spielfigurn für Mobs, vorgefertige Charakter für die Spieler, jede Menge Karten für Ereignisse, Loot, Skillung und Sprüche sowie Marker für Gold, Energie (zusammengefasst aus Mana, Energie und Wut) und Lebenspunkte.
Die Figuren sind schön designed und erinnern sofort an die Mobs aus dem Original

Wenn man dann alles passend aufbauen will, merkt man schnell, dass ein üblicher Küchentisch zu klein ist und verlagert das Spiel auf den Fußboden

Ein wenig vorgegriffen: am Ende des Spiels merkt man, dass die Packung zu wenig Einsortiermöglichkeiten bietet und darf sich schon auf das Sortieren beim nächsten Spiel freuen.
Aber erstmal zum Anfang des Spiels. Nachdem alles aufgeteilt wurde und die Regeln im Ansatz erklärt, können schon mal etliche Minuten vergehen. Wer dieses Spiel also probieren will, sollte Geduld mitbringen. WoW-Neulinge dürften es dabei ein wenig schwerer haben..
Generell ist das Spiel mit zwei bis sechs Personen spielbar. Obwohl unterstützt empfiehlt es sich nicht mit einer ungeraden Anzahl von Spielern zu starten, da dann beispielsweise beim dreier-Setup ein Spieler immer mehr zu tun hat während sich zwei andere Langweilen.
Grundsätzlich spielt die Allianz gegen die Horde. PvP ist erlaubt, man kann jedoch auch gegen einen Worldboss wie Nefarian (nicht im Pechschwingenhort anwesend sondern mal außerhalb), Kel'Thuzad und Lord Kazaak kämpfen. Bis dahin muss man allerdings erstmal auf Level 5 aufsteigen. Dies klappt durch das Questen anhand spezieller Questkarten die verteilt werden und für Mobs auf dem Spielfeld sorgen.
Für unser erstes Spiel zu dritt haben wir über 5 Stunden an einem Spiel gespielt. Man sollte also genug Zeit mitbringen

Insgesamt kann ich sagen, dass das erste Spiel wirklich spaßig war. Man lernt den grundsätzlichen Aufbau kennen, aber schafft es wohl kaum einen der Endbosse zu legen. Aber man braucht ja noch ein wenig Anreiz zu lernen und sich zu verbessern.
Problematisch finde ich die Unübersichtlichkeit für die anderen Spieler. Wieviele Würfel der aktive Spieler gerade nehmen darf, wieviel Energie er sich abziehen muss und welche Karten er gerade spielen darf kann kaum überwacht werden. Das Spiel baut also darauf, dass keiner versucht die anderen zu betrügen. Aber auch Fehler können sich so leicht einschleichen. Man hat halt keinen Server im Hintergrund der jeden Zug überprüft..
Wer Siedler als Brettspiel mochte, eventl. noch ein WoW-Liebhaber ist und nicht vor einem umfangreichen Spielwerk und langer Spielzeit zurückschreckt, wird am WoW Brettspiel mit Sicherheit seinen Spaß haben. Bleibt nur noch die Hürde des hohen Preises - wobei der Preis gerade gefallen ist - natürlich nachdem ich es gekauft habe