Endlich habe ich mal wieder ein schönes Spiel gefunden:
Dreamfall: The Longest Journey.
Wer Adventures mag, wird sich an Dreamfall erfreuen. Zwar muss man sich an die Steuerung gewöhnen (bzw vorher beide Mausachsen invertieren), aber danach hat man seinen Spaß.. Den Vorgänger habe ich leider nicht gespielt, so dass ich auf die Verknüpfungen zwischen dem aktuellen Spiel und dem Vorgänger nicht eingehen kann. Dennoch fühlte ich mich nie so, dass ich den Vorgänger hätte spielen müssen, um die Story zu verstehen.
Man steuert verschiedene Charakter, aber hauptsächlich Zoë. Die Charakterwechsel sind am Anfang noch ein wenig verwirrend, führen aber die verschiedenen Storylines. Diese sind teilweise so mitteinander verwoben, dass man erst am Ende des Spiels einzelne Zusammenhänge erkennen kann.
Die Story wird hauptsächlich über Dialoge (mit wunderbarer Sprachausgabe) rübergebracht. Wer nicht Fan von längeren Dialogen ist, sollte ich nach einem anderem Spiel umschauen..
In jedes Adventure gehören Rätsel - davon gibt es in Dreamfall natürlich jede Menge. Der Schwierigkeitsgrad ist nie so schwer, dass man sich nach einem Lösungshinweis im Internet umsehen müsste - ich selber nutze dreimal die externe Hilfe

Leider gerade im Gegenteil: die meisten Rätsel sind sehr leicht. Die Minikämpfe zwischendurch sind auch sehr einfach gestrickt

Insofern kann ich Dreamfall fast als interaktives Video beschreiben - weit über die Hälfte der Zeit schaut man sich Videos an. Dennoch zieht Dreamfall einen in seinen Bann nachdem man die erste Anfangshürde überwunden hat. Parrallelwelt, Zeitsprünge, Träume und der oben schon beschriebene Charakterwechsel machen einfach Spaß..
Das kommt u.a. durch den Detailreichtum der Personen, der wirklich guten Sprachausgabe und dem stimmigen Soundtrack.
Ganz unerwartet kommt leider das traurige Ende - obwohl schon direkt beim Start des Spiels angekündigt
Großes Manko am Schluß: Starforce-Kopierschutz